Schwimmkurs

— Unsere MultiplikatorenInnen, Imame und Pastoren setzen sich gegen Genitalverstümmelung (FGM) in den Gemeinden in Hamburg ein.
Kurzgeschichte zur FGM
Mündliche Überlieferungen und linguistische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die weibliche Genitalverstümmelung schon ca. dreitausend Jahre vor Christus in Ägypten praktiziert wurde. Also lange vor den verschiedenen monotheistischen Religionen.
FGM: Ein weltweit verbreitetes Phänomen
Die weibliche Genitalverstümmelung ist ein Phänomen, das weltweit praktiziert wird und zwar in Teilen Afrikas (in Regionen der Sahara und der Sahelzone), im Nahen und Mittleren Osten (Yemen, Oman, im kurdischen Teil des Irak und Iran, ), aber auch in Teilen Russlands, in Indonesien, Malaysia, Thailand, bei bestimmten Bevölkerungsgruppen in Australien, in Teilen West Brasiliens, Mexikos, Kolumbiens und Perus. FGM ist kein isoliert afrikanisches Phänomen, wie fälschlich behauptet wird, sondern ein weltweites Problem.
Fakten zu FGM
Laut eines Berichts der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde die weibliche Genitalverstümmelung bei 100 bis 140 Millionen Mädchen und Frauen weltweit verübt (WHO 2014), vor allem im mittleren Bereich Afrikas, im Süden der Arabischen Halbinsel, in Mittelost und in Süd- und Südostasien sowie weiteren Gebieten. Nach Schätzung der WHO werden jährlich immer noch weitere 2-3 Millionen Mädchen genitalverstümmelt.
Durch die zunehmende Süd-Nord-Migration ist die weibliche Genitalverstümmelung heutzutage auch in vielen europäischen Staaten verbreitet. Heute leben mehr als 500.000 Überlebende der weiblichen Genitalverstümmelung aus unterschiedlichen Gegenden der Welt in den Ländern Europas.
Definition der weiblichen Genitalverstümmelung
Female Genital Mutilation (Zitat aus: An overview World Health Organization, Geneva 1998):
„FGM umfasst alle Verfahren, die die teilweise oder vollständige Entfernung der weiblichen äußeren Genitalien oder deren Verletzung zum Ziel haben, sei es aus kulturellen oder anderen nichttherapeutischen Gründen.“
(“Female genital mutilation comprises all procedures involving partial or total removal of the external female genitalia or other injury to the female genital organs whether for cultural or other non-therapeutic reasons

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